Im Rahmen des ökologischen Ersatzes für den Salzabbau wurde auf einer landwirtschaftlichen Parzelle in Wallbach (AG) eine neue, artenreiche Wildhecke gepflanzt. Das Gebiet liegt in einem Wildtierkorridor von nationaler Bedeutung und erhielt dadurch eine wertvolle ökologische Aufwertung.
Am 27. Oktober 2025 pflanzten Mitarbeitende der Salinen AG und Mitglieder des Natur- und Vogelschutzvereins Möhlin und Wallbach bei strömendem Regen rund 255 Wildsträucher-Setzlinge und erstellten zwei Asthaufen sowie zwei Steinlinsen als ergänzende Strukturen. Die Pflanzen sowie die Naturmaterialien für die Strukturen wurden vom Forstbetrieb Region Möhlin geliefert.
Die SWO übernahm zusammen mit Agrofutura die fachliche Planung, Vorbereitung und Leitung des Aktionstags. In einem Input wurden die Teilnehmenden über den ökologischen Wert von Wildhecken, die Bedeutung der Biodiversität und die gezielt profitierenden Arten informiert. Durch dieses Gemeinschaftsprojekt wurde ein wichtiger Beitrag zur Förderung der Biodiversität und zur Vernetzung von Lebensräumen in der Region geleistet.
Details zu den Aufwertungen:
Die gepflanzte Wildhecke besteht aus Schwarzem Holunder, Salweide, Kreuzdorn, Gemeinem und Wolligem Schneeball, Liguster, Heckenkirsche, Pfaffenhütchen, Hundsrose, Weissdorn und Schwarzdorn. Sie bietet ein breites Nahrungs- und Nistangebot und dient insbesondere Vögeln wie dem Neuntöter als Lebensraum.
Die erstellten Steinlinsen sind etwa 60 cm tief und wurden bewusst in Kombination mit Holz angelegt, sodass zahlreiche Hohlräume entstehen. Diese Strukturen bilden ein ideales Überwinterungsquartier für die Zauneidechse.
Die geschichteten Asthaufen leisten einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität: Sie werden von verschiedenen Tierarten, darunter dem Hermelin, als Rückzugsorte und Aufzuchtplätze für Jungtiere genutzt.
Als weiteres Element dient der drei bis fünf Meter breite Krautsaum als Nektarquelle für Insekten und gleichzeitig als Versteck und Lebensraum für Kleintiere.
Die Steinlinse während und nach der ErstellungHolzbeige als Unterschlupf für viele TierartenFrisch gepflanzte WildheckeDie Teilnehmenden vor dem Einsatz und nach getaner Arbeit