Bachöffnung und ökologische Baubegleitung Loorenbach, Pfäffikon ZH

In der Gemeinde Pfäffikon ZH – im Humbel – wurde 2020 auf dem Gelände der Baumschule Firma Lamprecht auf einer Länge von rund 265 Metern für den Loorenbach ein vollständig neues Bachbett erstellt. Angestrebt wird, dass der dort vorkommende Steinkrebs bis in den renaturierten Abschnitt aufsteigen kann. Dementsprechend sind Uferbereiche mit genügend Unterständen und Strukturierungen zu schaffen, sodass sich die Krebse in Höhlen graben können oder diese ihnen als Schutz dienen. Eine standorttypische Vegetation mit im Böschungsfuss verankerten Wurzeln bietet zusätzliche Versteckmöglichkeiten. Neben hartverbauten Schwellen mit Blocksatz sind viele Böschungsflächen mit ingenieurbiologischen Massnahmen wie Uferfaschinen, Wurzelstrünken und Sodenpflanzungen aus einer nahe gelegenen Grabensanierung stabilisiert. Die Schwellen sind mit einem Stein, teilsam Rand, teils in der Mitte der Schwelle, leicht abgesenkt, um Krebsen und Wirbellosen den Aufstieg zu erleichtern. 

Die neugestalteten, mageren Böschungsflächen wurden mit geeignetem Saat- und Schnittgut aus einer lokalen Extensivwiese begrünt. Sie beherbergen inzwischen eine beeindruckende Artenvielfalt und blühen prächtig. ZurBeschattung sind einheimische Bäume und Gehölzpflanzen in mehreren kleinen Gruppen gesetzt worden, was den Unterhalt erleichtert. 

Der Gewässerunterhalt erfolgt durch einen Gartenbau-Unternehmer mit Zertifikatausbildung Gewässerwart. Die Begleitung und das Wirkungsmonitoring erfolgen durch die SWO. 

Ingenieurbiologische Massnahmen mit Uferfaschinen, Wurzelstrünken und Sondenpflanzungen.

Flutmulden und Kleinstrukturen mit Wurzelstrünken bieten Krebsen wertvolle Lebensräume.
Vegetation: Beeindruckende Artenvielfalt in Flutmulden

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Lothar Schroeder
Bereichsleiter Bildung – Forschung – Entwicklung