Glatteinsatz

Im Jahr 2021 wurde durch die Stiftung Wirtschaft und Ökologie und das kantonale Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft AWEL das «Glattprojekt» gestartet, das zum Ziel hat, im Uferbereich entlang der Glatt eine aktive Bekämpfung invasiver Pflanzen durchzuführen. Mit einer Arbeitsgruppe, bestehend aus 6 bis 8 Teilnehmenden, wurde der Auftrag erfolgreich gestartet, so dass auch dieses Jahr wieder im selben Rhythmus gearbeitet werden kann. Die Teilnehmenden werden wieder mit Handwerkszeug unterwegs sein, um die Pflanzen mit Wurzeln aus der Erde zu entfernen und anschliessend in Säcken abzutransportieren.

Arbeitsbeschrieb

Die invasivste und sehr häufig vorkommende Problempflanze an den Uferböschungen der Glatt ist das Einjährige Berufkraut (Erigeron annuus). Damit die Bestände nachhaltig auf ein übersichtliches Minimum dezimiert werden können, muss ein Versamen verhindert werden und beim Ausstechen des Wurzelballens so viel Wurzelmaterial wie möglich entfernt werden. Weitere Arten, die durch die Arbeitsgruppen bekämpft werden, sind die Goldrute, das kanadische Berufkraut und die armenische Brombeere, sowie Gehölze wie Robinien, Essigbaum, Schneebeere und Sommerflieder.

Invasiv können auch einzelne heimische Arten sein, wie Blacken und Ackerkratzdisteln, welche die Artenvielfalt senken können durch invasive und dichte Ausbreitung.

Wie bereits im vergangenen Jahr wird die Arbeitsgruppe durch fachlich ausgebildete Einsatzleiter angeleitet. Zwischen den Monaten April und Oktober sind insgesamt 67 Arbeitstage geplant. Pro Monat werden zehn Arbeitstage pro Teilnehmer*in geleistet, wobei in der ersten Woche von Montag bis Mittwoch gearbeitet wird, in der zweiten Woche am Montag und Dienstag, in der dritten Woche wiederum drei Tage und in der letzten Woche zwei Tage.

Die Arbeitszeiten sind am Vormittag von 07.30 Uhr bis 12.30 Uhr, am Nachmittag von 13.00 Uhr bis 16.30 Uhr. Die Arbeitszeit pro Tag beträgt 8.5 Std. Die Znüni-Pause dauert von 09.40 Uhr bis 10.00 Uhr.

Arbeitsort

Da das Aufkommen der invasiven Neophyten von mehreren Faktoren beeinflusst wird, bestimmt der Einsatzleiter das Vorgehen und den Einsatzort. Dieser wird jeweils am Vortag durch den Einsatzleiter kommuniziert. Das Einsatzgebiet erstreckt sich an den Flussufern der Glatt. In südlicher Richtung ab Höhe Fischbach. In nördlicher Richtung bis zum Kraftwerk Eglisau – Glattfelden.

Zielgruppe

Das Angebot richtet sich an:

  • Personen, die arbeitslos und ausgesteuert sind.
  • Personen mit Migrationshintergrund, die durch die Teilnahme am Projekt an ihrer sozialen und beruflichen Integration arbeiten möchten.
  • Privatpersonen, bei denen ein persönlicher Gewinn für sich im Vordergrund steht.

Ziele

Die wöchentlichen Einsätze an der Glatt bieten den Teilnehmenden die Möglichkeit, in einem regelmässigen und konstanten Arbeitsrhythmus eine bereits bestehende Arbeitsfähigkeit zu erhalten und auf das vordefinierte Zielpensum zu steigern. Das Ziel der Gewöhnung an den Arbeitsalltag soll durch den Arbeitsprozess gewährleistet werden. Einhaltung der Tagesstruktur, Belastbarkeit, Durchhaltevermögen und Teamfähigkeit werden dabei erhalten, sowie weiter ausgebaut, um den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess/Arbeitsmarkt zu fördern.

Steigerung der körperlichen, psychischen und kognitiven Belastbarkeit.
Steigerung der Methoden-, Selbst- und Sozialkompetenz sowie der Fachkompetenz.
Festigung von Tagesstruktur, Arbeitsverhalten und Motivation.
Förderung der Selbstreflexion mittels Selbst- und Fremdeinschätzung.

Organisation

Das Projekt wird vom Amt für Gewässerunterhalt, Betrieb Glatt (Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft) betrieben. Zuständiger Betriebsleiter ist:

  • Christopher Keusch, Rohrstrasse 45, 8152 Glattbrugg

Die Organisation und Durchführung der Arbeitseinsätze werden durch die SWO. Zuständiger Einsatzleiter ist:

  • Daniel Jerjen, Bahnstrasse 18b, 8603 Schwerzenbach

Finanzen

Damit die invasiven Pflanzenbestände und Neophyten erfolgreich an den Glattufern verdrängt werden können, wurde vom Kanton Zürich für die Jahre 2021-2024 ein entsprechendes Budget genehmigt. Bei der Finanzkalkulation wurden folgende Kostenpunkte berücksichtigt:

  • Organisation und Fachbegleitung im Feld
  • Löhne und Sozialversicherungen der Teilnehmenden
  • Fahrspesen
  • Werkzeug
  • Grüngutentsorgung und Transport

Anmeldung

Zuweisende Behörden oder Privatpersonen können sich über die Stiftung Wirtschaft und Ökologie in Schwerzenbach telefonisch oder per E-Mail anmelden.

Weitere Fragen? Kontaktieren Sie uns.

Daniel Jerjen
Bereichsleiter Integration